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Römische Legionen im Saarland


Herr Meiser, ein Saarländer aus Heiligenwald, beschäftigt sich auf eine

besondere Art mit dem Thema Schach.

 

In einem Zeitraum von 2 Jahren fertigte er sein Schachspiel

"Römische Legionen" an. In mühevoller Kleinarbeit hatte er

immer wieder folgende Arbeitsschritte durchzuführen:

 

Gummifiguren werden in selbst hergestellte Halterungen kopfüber

eingesteckt. Die Bohrungen der Halterungen sind abhängig von der

Größe der Figuren angefertigt. Die Figuren werden mit der Giessmasse

Keramin ausgegossen. In die Figuren wird nun ein verzinkter Draht

eingeführt, damit die Figuren nicht brechen. Dieses Prinzip entspricht dem

der Beton-Armierungen. Der Draht ist übrigens verzinkt, damit er nicht oxidiert. Die Halterung mit den Figuren wird geschüttelt, damit die Luftbläschen entweichen. Die Figuren müssen nun trocknen; anschließend werden sie mit Tiefengrund behandelt. Der Fuß wird geschliffen und anschließend nochmals mit Tiefengrund behandelt. Nun können die Figuren bemalt werden. Zum Schluss werden sie mit Klarlack übersprüht. Jede Figur erhält einen Filzfuß.

 

Herr Meiser hat für die Figuren einen Aufbewahrungskasten hergestellt, in dem sich das Material

sehr schonend lagern lässt. Jede Figur liegt in einem eigenen mit Samt ausgeschlagenen Fach.

 

Liebevolle Details der "römischen Figuren" erkennt man z.B. am Kurzschwert der Bauern im

Gegensatz zum Langschwert der Läufer, an den Sandalen der Offiziere oder an den Ringen der

Kleopatra (weiße Dame); der König (Caesar) trägt den Lorbeerkranz.

 

Der Kontakt zu Herrn Meiser entstand 2011 anlässlich unserer jährlichen Ausstellung beim

Neunkircher Stadtfest in der Christuskirche.

 

(Bericht: Ulrich Höfer, Fotos: Ulrich Höfer)

 

 

 

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